Mädels, macht mit!

Veröffentlicht am: 27. März 2014 Autor: Ralf Koenzen Veröffentlicht in Engagement, Unternehmen Keine Kommentare

GirlsDay2Wer heute durch unsere Würselener Zentrale wandert, wird sich so manches Mal verwundert umblicken. So dringt aus einem unserer Besprechungsräume immer wieder ausgelassenes Lachen. Den Stimmen nach zu urteilen, kommt das Lachen von vielen Mädchen. Die Erklärung ist ganz einfach: Heute ist Girls‘ Day, der bundesweite Mädchen-Zukunftstag. Ein Tag, an dem Schülerinnen die Chance erhalten, in klassische Männerdomänen einzutauchen, einen ersten Eindruck davon zu erhalten, was genau sich hinter dem einen oder anderen, meist technischen Berufen, verbirgt. Und davon gibt es bei uns naturgemäß so einige.

Wir bei LANCOM engagieren uns schon seit vielen Jahren beim Girls‘ Day. Unser Angebot: Programmieren!

Programmieren? Was auf den ersten Blick nach trockener Materie klingen mag, entpuppt sich spätestens bei den ersten praktischen Gehversuchen als ganz großer Spaß. Nach einer theoretischen Einführung erlernen die Mädchen die Grundprinzipien des Programmierens anhand kleiner Roboter, denen sie ganz unterschiedliche Fertigkeiten beibringen sollen. Die einen entscheiden sich dafür, den Roboter tanzen zu lassen, wieder andere geben einen Parcours vor, den er fehlerfrei meistern muss. So haben sie am Ende des Tages bei uns eine viel bessere Vorstellung davon, was Programmieren eigentlich bedeutet, wie es funktioniert und was man damit erreichen kann. Und wenn es perfekt gelaufen ist, konnten wir vielleicht sogar ein paar Schülerinnen ernsthaft dafür interessieren, später einmal einen technischen Beruf zu ergreifen.

GirlsDay1Im ersten Jahr waren wir noch ein wenig unsicher, ob ein Programmiertag bei LANCOM bei den Mädchen gut ankommen würde. Doch er tut es! Und zwar so sehr, dass es den Girls‘ Day bei uns jedes Jahr gleich zweimal gibt – sonst könnten wir die Vielzahl der Interessentinnen nicht unterbringen. Bereits eine Woche vor dem offiziellen Girls‘ Day begrüßen wir eine Gruppe von Schülerinnen unserer Partnerschule, dem Heilig-Geist-Gymnasium hier in Würselen, zum exklusiven Zukunftstag. Der offizielle Girls‘ Day steht dann allen Mädchen offen, die sich rechtzeitig anmelden.

Vielleicht hören Sie es heraus: Unser Engagement am Girls‘ Day macht uns richtig Spaß! Doch ich gebe zu: Ganz uneigennützig ist das natürlich nicht. Denn auch wir sehen ganz deutlich, dass es gerade in den sogenannten MINT-Berufen – MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – langfristig immer schwieriger wird, genügend Nachwuchs zu finden. Und das größte Potential bietet sich nun einmal bei den Mädchen, die sich heutzutage leider noch selten entschließen, einen technisch orientierten Beruf zu ergreifen. Wenn wir auch nur einen kleinen Beitrag leisten können, dass sich dies ändert, hat sich unser Engagement schon gelohnt.

Auch darüber hinaus ist es uns wichtig, Begeisterung für Technik zu schaffen. Ein Unternehmen wie LANCOM beschäftigt sicherlich überproportional viele Ingenieure und Techniker (darunter glücklicherweise schon heute einige Frauen…). Doch auch in allen anderen Bereichen unseres Unternehmens ist Technikbegeisterung gefragt: vom Einkauf bis hin zu Vertrieb und Marketing. Kaum einer der Jobs bei uns ist ohne Begeisterung für Technologie und Innovation machbar. Lassen Sie mich den heuten Girls‘ Day für einen kurzen Appell nutzen: Motivieren Sie Ihre Töchter, sich mit Technik auseinanderzusetzen, öffnen auch Sie Ihre Unternehmen am Zukunftstag und geben Sie Ihre eigene
Technikbegeisterung an die nächste Generation weiter. Und: Seien Sie offen für Frauen in Technikberufen! Wir alle können nur davon profitieren, wenn sich traditionelle Männerdomänen öffnen, und in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Universitäten und Unternehmen in Zukunft ein buntes Spiegelbild unserer Gesellschaft anzutreffen ist. Mich jedenfalls würde das sehr freuen!

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