Schnell sein lohnt sich: Dritte Phase von WiFi4EU startet

Veröffentlicht am: 19. September 2019 Autor: Ralf Koenzen Veröffentlicht in Netzpolitik, Trends Keine Kommentare

WLAN-Hotspots bis ins kleinste europäische Dorf: Am heutigen Donnerstag um 13 Uhr beginnt der dritte Förder-Call für das ambitionierte EU-Projekt „WiFi4EU“, mit dem Kommunen finanziell beim Aufbau kostenloser WLAN-Hotspots unterstützt werden. Mehr als 23.000 Bewerber haben sich schon in den ersten zwei Phasen registriert, trotzdem gibt es noch viele Interessierte. Auch wenn der dritte Call bis Freitag geht, ist eins ab heute besonders wichtig: schnell zu sein.

Doch warum lohnt es sich für die Verantwortlichen der Städte, Gemeinden und Verbände, die Mittagspause etwas zu verkürzen? Ganz einfach: Sie haben die Chance auf einen der begehrten Förderungsgutscheine in Höhe von 15.000 Euro, den sie für den Aufbau eines Wifi-Hotspots im öffentlichen Raum verwenden dürfen. Von diesen wurden in den ersten beiden Phasen 6200 Stück vergeben, der Großteil war nach nur jeweils einer Minute vergriffen.

Viel zu tun für lückenloses, öffentliches Internet

Das zeigt deutlich, wie viel Arbeit noch beim Aufbau eines lückenlosen, öffentlichen WLAN-Angebots ansteht. Denn genau darum geht es. Mit WiFi4EU sollen so viele Bürger wie möglich einen kostenlosen Internetzugang erhalten. Rund 26,7 Millionen Euro nimmt die EU dafür in die Hand.

Aber nicht nur für die Kommunen ist es ein interessantes Projekt. Auch die Systemhäuser und Integrationspartner können sich aktiv an dem Projekt beteiligen – indem sie sich auf der WiFi4EU-Webseite registrieren und den Bewerbern als Partner für ihre Hotspot-Projekte anbieten. Das macht es beiden Seiten deutlich einfacher.

Voraussetzungen beachten

Natürlich gibt es auch Voraussetzungen zur Teilnahme an WiFi4EU. Die Hürden für Bewerber, die etwa ihre Parks, Verwaltungen, Museen oder Krankenhäuser mit kostenlosen Internet ausrüsten wollen, sind aber gar nicht mal so hoch. Sie müssen lediglich versichern, dass innerhalb von 18 Monaten nach Unterzeichnung der Finanzhilfevereinbarung die Installation abgeschlossen ist und der Hotspot für mindestens drei Jahre in Betrieb bleibt. Schließlich sollen die Fördergelder nachhaltig wirken und nicht in kürzester Zeit verpuffen.

An die Hotspot-Infrastruktur gibt es höhere Ansprüche. Neben vielen technischen Voraussetzungen an die Geräte, müssen sie auch speziell zertifiziert sein. Das sogenannte „Wi-Fi CERTIFIED Passpoint“-Zertifikat ist ein Muss, sonst werden keine Fördergelder ausgeschüttet – Gutschein hin oder her.

Blick in die Praxis

Wenn Sie planen, Ihren WiFi4EU-Hotspot mit LANCOM zu realisieren, sprechen Sie uns gerne an, die Kollegen haben alle Projektinfos parat. Aktuell erhalten übrigens drei unserer Access Points die Passpoint-Zertifizierung – allesamt Geräte, die sich ideal für den Aufbau von Hotspots drinnen und draußen eignen. Auch mit vielfältigen Praxisbeispielen können wir dienen, vom Strandpromenanden-WLAN in Büsum bis zum flächendeckenden Aachen Wifi in der Kaiserstadt. Vielleicht steckt darin ja für einige kleine EU-Dörfer die entscheidende Anregung.

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